top of page
Maere-Grüne Vorzeichen

Kapitel 1 Die Verwilderung

 

Gawean Munsal wachte aus einem seltsamen Traum auf. Das allein sagte noch nicht viel aus, da fast alle Träume seltsam waren, aber dieser Traum stach für ihn doch hervor. Boten doch die meisten Aspekte von Träumen berechtigte Zweifel an Logik und allgemeiner Glaubwürdigkeit, hatte Gawean in dieser Nacht eine Episode erlebt, wie sie realistischer nicht sein konnte. Keine unerhörten Zeitsprünge, keine Vermischungen von bekannten Gesichtern mit fremden und auch kein zwanghaftes Drehbuch, das unerbittlich auf ein bestimmtes Ende zustrebte. Nein, er hatte stets die Wahl gehabt. Und entschieden hatte er sich am Ende für...

„Das darf nicht wahr sein“, murmelte er, nicht schlaftrunken, sondern hellwach. Zähneknirschend versuchte er die Entscheidung am Ende seines Traumes festzuhalten, doch sie war ihm schon längst entglitten und so versank damit einhergehend der gesamte Traum in Bedeutungslosigkeit. „Verdammt nochmal“, murmelte Gawean und schwang die Beine aus dem Bett. Wieder nichts für sein Traumtagebuch. Seufzend barg er für einen Moment den Kopf in den Händen, dann stand er auf und streckte sich ausgiebig. Hinter dem schweren Vorhang am Fenster deutete sich die in hellen Grautönen auftretende früheste Morgenstunde ohne Sonne an. Gawean wachte immer vor dem ersten Sonnenstrahl auf. Immer. Es war eine feste Instanz, ein Schicksal. Langsam schlurfte er zum Fenster und zog den Vorhang zur Seite. Eine große Katze saß auf dem Fenstervorsprung und legte den Kopf schief, als Gawean perplex zurückschrak. Mit ihrem dichten Fell und dem buschigen Schwanz wirkte sie weitaus wilder als die Katzen, die tagtäglich durch Ginada streiften. Jetzt hob sie die Pfote und strich ungeduldig über das Fenster. 

„Bist du der Hüter?“ fragte sie und fixierte den jungen Mann mit ihren bernsteinfarbenen Augen.

Für eine sehr lange Sekunde fühlte Gawean sich orientierungslos, als ob ein plötzlich eintretender Schwindel ihn fast zur Bewusstlosigkeit zwang. Seine Aufmerksamkeit driftete weg, irgendwohin an einen dunklen Ort, kehrte dann jedoch genauso schnell wieder zurück. Er fing sich wieder. Und eine weitere Sekunde fand ein kurzer, hässlicher Kampf in seinem Inneren statt, um zu entscheiden, ob er schreiend und stotternd, oder abgeklärt und ruhig reagieren sollte. Letztere Variante trug mit Leichtigkeit den Sieg davon. Zuerst musste er feststellen, ob die Katze wirklich gesprochen hatte, oder ob er verrückt geworden war.

„Wer...bist du?“ fragte Gawean deshalb, merkte aber, wie seine Stimme leicht schwankte. Er nahm sich zusammen und öffnete das Fenster einen Spalt.

„Ich bin eine Sucherin“, maunzte die Katze und leckte sich die Pfoten. „Ich heiße Wandelunge.“

„Aha“, murmelte Gawean verwirrt. „Und was suchst du?“

Die Katze blickte plötzlich auf. „Den Hüter, das sagte ich doch schon“, antwortete sie leise.

Das Biest sprach also wirklich und hatte sogar irgendeinen Auftrag. „Wer hat dich denn auf deine Suche geschickt? Und was ist ein Hüter?“

Seufzend wandte Wandelunge den Kopf in Richtung des großen Waldes, der den ganzen Horizont einnahm. „Das kann ich dir leider auch nicht sagen“, murrte sie.

„Warum nicht?“ beharrte Gawean.

„Weil ich es nicht weiß.“ Sie blickte wieder zum Wald. Dann sah sie zu Gawean zurück und verengte die Augen zu schmalen Schlitzen. Plötzlich klickte etwas im Geist des Jungen und er japste unwillkürlich. Sein Blick heftete sich auf das Meer von Bäumen dort draußen und als er die Tür zur Veranda aufriss und hinausstürzte, hörte er aufgebrachte Stimmen von überall her. Leute liefen durch die Gassen und Straßen der kleinen Stadt Ginada und schrien wild durcheinander. Gawean wohnte am Rand der Stadt, sodass sich nicht weit vom Haus entfernt eine ganze Menschentraube eingefunden hatte, ein Knäuel aus wild gestikulierenden Armen und nicht stillstehenden Mündern.

„Was...?“ Gawean starrte unverwandt auf die Baumbatterien, schaute links und rechts, doch kein Ende war in Sicht, in keiner Richtung. Irgendetwas bewegte sich sogar und erst als Gawean sich zur Ruhe ermahnte, sah er, dass es nicht die im Wind wogenden Baumkronen waren. Nein, es schien so, als ob...

„Der Wald gedeiht“, meinte die Katze lakonisch und gesellte sich zu dem Jungen. Sie blickte zu ihm hoch. „Du hast so etwas noch nie gesehen, nicht wahr?“

Entgeistert versuchte er so etwas wie Spott in den Augen des Biestes zu erkennen. „Nein“, sagte er schließlich und seine Stimme hörte sich merkwürdig an. „Hier...gibt es seit Jahrzehnten keinen Wald mehr. Und schon gar keinen Wald, der über Nacht aus dem Boden schießt und auf einmal alles bedeckt!“ Die letzten Worte hatte er so laut gerufen, dass die Leute unten zu ihm hochschauten. Gawean konnte sich nicht daran erinnern, wann er zum letzten Mal in einem der weit von Ginada entfernt liegenden, kleinen Wäldchen gewesen war. Als Kind, zusammen mit seinem Großvater Fortasan, der schon immer eine Faszination zu Wald und Natur im Allgemeinen gepflegt hatte.

 

Das Haus von Gaweans Großvater war etwas Besonderes. Überall hingen Gemälde von wilden Tieren, eingefangen in ihrem Leben im Unterholz von dichten Wäldern, die von verborgenen Höhlen und tiefliegenden Geheimnissen wisperten. Tierköpfe schauten hier und da von den Wänden und in den Fluren und Zimmern gab es so viele verschiedene Pflanzenarten, dass Gawean immer noch nicht alle klassifiziert hatte. Als er nun die Treppe hinunterging, drängte sich ihm all dies mit seltsamer Ironie auf, denn bisher hatte er das Haus als Museum gesehen, ausgestattet mit Artefakten längst vergangener Zeit und verklärten Malereien, die in romantischen Zügen die Schönheit einer verloren gegangenen Natur beschrieben. Doch nun wucherte dort draußen ein gigantischer Wald, dessen Atem deutlich hörbar zu den Menschen in ihren Steinhäusern herüberwehte. Einzelne Bäume, ja. Kleine Wäldchen, sicherlich. Aber im Grunde gab es auf der Welt Maere keine zusammenhängenden Waldregionen mehr – schon die Generation vor Gawean hatte nur noch die vom Wind abgetragene Ödnis gekannt sowie endlose Grasmeere, durchsetzt mit scharfkantigen Felsformationen. Aber das wichtigste war ohnehin: Wie sollte es möglich sein, dass die Natur über Nacht einen ganzen Wald emporwachsen ließ?

„Großvater!“ rief Gawean und öffnete die Tür zum Wohnzimmer. „Wo bist du?“ Auch Küche und Werkstatt waren verwaist.

„Er wird draußen sein“, prophezeite die Katze, die sich wie selbstverständlich und ohne weitere Erklärungen an die Fersen des jungen Mannes geheftet hatte. Tatsächlich. Fortasan stand auf der Terrasse, die Arme verschränkt. Sein Blick richtete sich starr auf die Waldung und ein verstohlenes, fast seliges Lächeln hatte sich auf seine sonst so strengen Lippen geschlichen.

„Großvater! Was...?“

„Ich muss mit Harkon sprechen“, sagte der alte Mann und seine Stimme vibrierte in einem fast jugendlichen Eifer. „Das Rathaus wird wahrscheinlich überfüllt sein mit verängstigten Leuten“, fügte er mit einem kurzen Glucksen hinzu. „Komm mit, mein Junge!“

„Warte! Was ist denn passiert? Weißt du etwas?“ Gawean stolperte völlig aufgelöst hinter dem rasch voranschreitenden alten Mann her.

Doch Fortasan brummte nur. „Wird sich zeigen“, sagte er jedoch, als sein Enkel nicht lockerließ und ständig weiter fragte.

„Ist das...eine Art Angriff?“ fragte Gawean und lachte kurz und unecht auf.

Fortasan blieb wie angewurzelt stehen. „Schon möglich“, murmelte er und spähte zwischen zwei Häuserzeilen hindurch zum dunkel dräuenden Wald. „Aber...wenn es so ist, haben wir es verdient.“ Ohne sich zu erklären, ging er weiter. Sie ließen das Flussviertel hinter sich und passierten den Marktplatz, der komplett verlassen war. Je näher sie dem Aufstieg zum Regierungssitz kamen, desto lauter tönten auch die Stimmen der Menschen durch die seltsam aufgeheizte Luft. Gawean schnappte Diskussionsfetzen auf, doch konnte er sich auf nichts davon einen Reim machen. Niemand wusste Bescheid, aber eines einte die Menschen bei all ihrer Unsicherheit dennoch: eine rasch hochkochende, angenehm befreiende Wut. Irgendetwas oder irgendjemand hatte alles durcheinandergebracht, aber eines strahlte natürlich darüber hinweg: Was auch immer geschehen war, richtete sich gegen die Menschen Maeres und deshalb übten sie sich schon einmal darin, eine kollektive Aggression aufzubauen gegen das, was da draußen geschah. Unwillkürlich und unangenehm deutlich wurde Gawean bewusst, dass Ginada nicht im Ansatz über eine durchgehende Stadtmauer verfügte. Hier und da erhob sich ein Mauerrest, es gab Stadttore und ein paar Brettergerüste, die im Wind schwankten, aber prinzipiell definierten die nach außen gewandten Rückseiten der Häuser das Ende der Stadt, zusammen mit ebenfalls nach außen gebauten Werkbänken, kleinen Gärten und Verschlägen aller Art.  Trutzig nannte er etwas anderes. Was hier geschah...sickerte in seiner ganzen Bedeutung nur langsam in Gaweans Gedanken. Vielleicht lauerten Ungeheuer zwischen den grimmigen Baumreihen und warteten nur auf eine Gelegenheit, hervorzubrechen und die Stadt zu stürmen?

„Sehr wahrscheinlich warten dort Ungeheuer, wenn du daran glaubst“, meinte Wandelunge, ohne ihn anzusehen. Fast entschuldigend wandte Gawean sich an seinen Großvater und wollte ihm erklären, dass die sprechende Katze wohl ein Symptom dieser ganzen Sache war, aber Fortasan sagte gar nichts und wirkte auch nicht besonders verwundert. Er zwinkerte Wandelunge nur kurz zu und schritt dann weiter.

Die Ratshalle quoll über vor Leuten, aber alle machten Fortasan respektvoll Platz. Gawean wusste, warum. Schließlich war sein Großvater einer der alten Jägersleute, die in Zeiten großes Ansehen genossen, von denen Gawean so gut wie nichts wusste. Doch auch wenn die Erinnerung daran in Ginada nicht tradiert wurde, hatte sich doch ein harter Kern von Verhaltensweisen in den Köpfen der Menschen festgesetzt. Dazu gehörte der Respekt vor Leuten wie Fortasan und zudem...die Angst vor dichten Wäldern.

„Liebe Leute!“ versuchte Torbald Harkon sich Gehör zu verschaffen. Er wedelte verzweifelt mit den Armen und strich sich in regelmäßigen Abständen immer wieder über den beeindruckenden Backenbart, um danach wieder mit dem Wedeln fortzufahren. Die Menge schrie und tobte, Furcht und Verwirrung schlug dem hilflosen Gemeinderat entgegen, der doch selbst nicht weiterwusste.

„Was verdammt nochmal ist das da draußen?“ rief eine junge Frau mit krausen Locken und deutete sinnlos in irgendeine Richtung.

„Wie kann das sein? Ist das eine böse Zauberei? Werden wir heimgesucht?“, ereiferte sich ein untersetzter Mann mit Halbglatze.

„Warum hat das niemand kommen sehen?“

„Was sollen wir jetzt tun?“

„Dieses unnatürliche Gebilde bewegt sich!“

„Es kommt auf uns zu!“

„Es wird uns verschlingen!“

Die einzelnen Ausrufe verbanden sich bald zu einem ohrenbetäubenden Lärm, der durch den Raum schwappte und den armen Harkon wie einen Ertrinkenden aussehen ließ. Auf einmal ärgerte Gawean sich. Was konnte denn der Gemeindevorsteher für diese groteske Situation?

„Bitte! Liebe Leute!“ rief Harkon hilflos und rang mit den Händen.

„Gebt endlich Ruhe!“ donnerte Fortasan mit seinem mächtigen Organ. Gawean war sich nicht sicher, ob allein die Lautstärke des Ausrufs die Meute zur Ruhe brachte, oder ob noch etwas anderes in der Stimme seines Großvaters mitschwang, das Respekt einflößte. Jedenfalls wandten sich Dutzende aschfahle Gesichter vom schwitzenden Harkon ab und sahen Fortasan nun erwartungsvoll an. Langsam bahnte dieser sich einen Weg durch die Reihen und erklomm die Stufen hoch zum Ratstisch. Harkons Miene drückte einerseits Dankbarkeit aus, andererseits passte es ihm aber auch nicht, dass seine Autorität so untergraben wurde.

„Ich fasse mich kurz. Etwas Unerhörtes ist heute geschehen. Wir werden von unserer Vergangenheit eingeholt.“ Fortasans graue Augen suchten nahezu jeden Anwesenden heim. Die Leute murmelten unruhig, doch noch wagte es niemand, seine Stimme wieder zu erheben.

„Ihr wisst natürlich alle, manche mehr, manche weniger, wovon ich spreche. Die Erde vergisst nicht. Und eines Tages kommt noch jede vergraben geglaubte Sünde wieder ans Tageslicht. Heute ist der Zeitpunkt gekommen.“ Der alte Mann hielt kurz inne und schien zu überlegen. „Wir haben nun die Wahl, wie wir uns verhalten wollen. Wir können unsere Sünden annehmen und entsprechend handeln. Oder wir suhlen uns weiterhin in unserer Ignoranz.“

Das Murren schwoll an, doch Fortasan tat nun nichts mehr, um das Wort zu behalten. Abwartend verschränkte er die Arme und stand wie ein Fels über den aufgebrachten Leuten. Schließlich brach sich der Unmut Bahn, als ein älterer Mann mit rotem Gesicht trotzig das Kinn reckte. „Von was du da redest, Fortasan!“ rief er mit vorwurfsvoller Stimme. „Unsere Sünden! Pah! Wir haben nichts getan! Und nun sind wir durch eine seltsame Magie von der Außenwelt abgeschnitten! Wir müssen uns schützen...und auch verteidigen, sage ich!“

„Ja!“

„So ist es!“

„Wir sind die Leidtragenden!“

„Wir müssen Pläne zu unserem Schutz schmieden!“

„Wer weiß, was dort drin lauert!“

„Es gibt schon Gerüchte über grässliche Ungeheuer, die aus dem Wald hervorkriechen, um des Nachts unsere Kinder zu holen!“

Schweigend hörte Fortasan zu, wie die Leute sich gegenseitig aufpeitschten und nach einer Weile, nachdem er sich davon überzeugt hatte, dass die Leute nach besten Kräften eine Verschwörungstheorie nach der anderen aufstellten, wandte er sich leise an Harkon. „Sie gehören wieder dir, mein Freund. Ich mache mich auf den Weg.“

„Wohin denn?“ zischte Harkon und wischte sich die Hände an seiner Wollhose ab.

Fortasan antwortete nicht. Doch als er sich schon wieder durch die diskutierende Menge schob, ertönten von draußen auf einmal panische Schreie.

Die Tür sprang auf, knallte an die Steinwand und ein völlig aufgelöster junger Wachtposten tauchte im Rahmen auf.

„Monster vor den Toren!“

 

„Teketeh!“ rief Lunete Linde und hielt ihren behandschuhten Arm hoch. Der kleine Waldkauz riss seinen Blick vom erwartungsvollen Publikum los und sah herüber zur Falknerin. Dann stieß er sich kraftvoll vom Zaunpfosten ab, nahm Kurs auf die vorderen Sitzbänke und strich mit den Flügeln sanft über die Köpfe zweier quietschender Kinder. Applaus ertönte von den Bänken und beflügelte Teketeh zu einer weiteren Runde, bevor er elegant den Regenwurm aus der Luft fischte, den Lunete mit einer schwungvollen Bewegung in die Höhe befördert hatte. Missmutig sah die junge Frau zum Himmel hinauf. Leise tröpfelte Regen auf die Köpfe der Anwesenden und Lunete wusste, dass ihre Vorführung damit so gut wie beendet war. Sie seufzte. Nur noch ein paar Sid, dann könnte sie zum Pfandhaus gehen und ihre Sachen einlösen. Halsabschneider. Nur weil sie sich etwas übernommen hatte bei der Einrichtung ihrer Falknerei, räumte das Amt ihr die Wohnung aus. Und gerade bei den Erbstücken ihrer Familie verstand sie keinen Spaß. Schon standen einige der Zuschauer auf, um sich vor dem einsetzenden Regen in Sicherheit zu bringen.

„Na gut, Teketeh“, murmelte sie in den aufkommenden Wind und wusste dabei, dass ihr kleiner Waldkauz sie genau hörte. „Lass uns für heute Schluss machen.“

Teketeh segelte langsam von einem hohen Pfosten zu ihr herab, um schließlich wie immer auf ihrer Schulter zu landen, doch dieses Mal geschah etwas Seltsames. Mitten im Flug erstarrte Teketeh und fiel für einen Sekundenbruchteil wie ein Stein herab. Lunete schrie auf und so auch das verbleibende Publikum, doch schon breitete der kleine Waldkauz seine Schwingen wieder aus – und flog über die hohe Mauer hinweg, raus aus der Stadt. Entgeistert lief Lunete zur Mauer und sprang in Ermangelung einer Alternative daran hoch. „Teketeh!“ rief sie atemlos und erklomm den letzten Rest der Wand Was sie von dort oben sah, ließ ihr das Herz in die Hose rutschen. In vielleicht einem Kilometer Entfernung ragten hunderte, tausende Ungetüme mit grünen Kronen empor und erst nach einem langen Augenblick verknüpfte Lunetes Gehirn ihre bisherigen Sehgewohnheiten mit dem, was sie dort sah und was den gesamten Horizont bedeckte. Weitere Leute hatten sich Rampen geschaffen oder bildeten Räuberleitern, um dem entwischten Waldkauz hinterherzusehen, doch fingen sie an zu schreien, als sie die Baumreihen sahen und mancher wandte sich ängstlich und schaudernd wieder ab. Lunete wusste nichts um die Gedanken der anderen Leute bei diesem Anblick, denn ihre erste Sorge galt Teketeh, der sich auf direktem Luftweg zu diesem offenbar magisch aus dem Boden geschossenen Wald aufmachte, wahrscheinlich durch irgendeine Kuriosität angezogen. Die Falknerin ließ die Besucher ihrer Flugvorstellung allein und hastete nach Hause. Sie war wohl während ihrer Arbeit am Rande der Stadt etwas isoliert gewesen, denn das Brodeln eines Hexenkessels war nichts gegen den Zustand Ginadas an diesem Tag. Überall liefen Leute kreuz und quer durcheinander, fuchtelten bedrohlich mit Waffen oder gaben Warnschüsse aus Gewehren in die Luft ab. Auf dem Marktplatz predigte jemand wild gestikulierend von der Kanzel und vor dem Rathaus bildeten sich lange Schlangen. Lunete ließ all das Chaos nicht an sich heran, sondern steuerte zielstrebig auf die Tischlerei Wortram zu. Sie platzte unsanft herein und warf nur einen flüchtigen Blick auf das Innere der Werkstatt. Niemand da. Drei Stufen auf einmal nehmend lief sie die Treppe im hinteren Bereich herauf und rannte den Flur zu ihrem Zimmer entlang. Zum Glück war sie ein sehr ordentlicher Mensch, sodass sie alles Nötige schnell zusammenhaben würde.

Mit geröteten Wangen und fahrigen Bewegungen suchte sie also die passende Ausrüstung für einen kleinen Waldspaziergang aus. Lunete schnaubte bei dem Gedanken. Ledercape und Gürteltasche schmiegten sich bereits nach Sekunden an Lunetes Körper. Sie legte ihren Utensiliengurt quer über die Schulter und zurrte ihn fest. Ihr Medikamentenschrank förderte einige kleine Flakons zutage, von denen sie achtsam eine Reihe in die dafür vorgesehenen Schlupfwinkel in ihrer Kleidung verschwinden ließ. Sie packte noch dies und das zusammen, doch das wichtigste kam zum Schluss: Ihr eleganter Bogen, hauchdünn geschnitten, mit Leichtigkeit zu spannen, doch mit einer Durchschlagskraft, die das Fürchten lehrte. Mit einem letzten Rundumblick und wehendem Zopf ließ sie ihr Zimmer hinter sich und fiel direkt an der Türschwelle in einen Dauerlauf, der sie rasch zum Waldrand tragen würde. Auf dem Weg ignorierte Lunete das Gezeter der Leute und auch den ein oder anderen verwunderten Blick in ihre Richtung.

„Gehst du jagen?“ rief ihr ein Jungspund zu.

„Natürlich! Du etwas nicht?“ gab sie keck zurück und lief weiter.

Doch am Osttor hielt Mandorn sie auf. „Was hast du vor, Mädchen?“ fragte der bärbeißige Riese und verschränkte stoisch die Arme vor der breiten Brust.

„Lass mich durch, Mandorn“, forderte Lunete den Torwächter auf. „Ich muss da raus. Teketeh ist weggeflogen, direkt in den Wald.“

Doch Mandorn schüttelte den Kopf. „Tut mir leid“, sagte er ohne eine Spur Bedauern. „Anweisung von Harkon. Kinder dürfen die Stadt nicht mehr verlassen, selbst in Begleitung von Erwachsenen nicht. Dort draußen gibt es Ungeheuer, die jeden Menschen in seine Einzelteile zerlegen. Glaub mir, was immer dein kleiner Kauz dort draußen sucht...er muss es ohne dich finden.“

Für zwei Herzschläge sah Lunete den Schrank von einem Mann an, dann legte sie binnen eines Herzschlags einen Pfeil auf die Sehne und zielte direkt auf Mandorns Kopf.

„Lass mich ein paar Dinge klarstellen“, begann sie mit honigsüßer Stimme. „Erstens: Bilde dir nicht zu viel auf deine Muskeln ein. Wie du siehst“, sie deutete mit dem Kinn auf die glänzende Pfeilspitze, „bringt das nicht immer was. Zweitens: Harkon ist der Gemeindevorsteher, was nicht bedeutet, dass er Befehlsgewalt über mich oder irgendjemand sonst hat. Drittens: Ich bin kein Kind mehr, schon lange nicht mehr, und meine Eltern sind tot. Ich reise in meiner eigenen, erwachsenen Begleitung, sozusagen. Und Viertens: Jede Bestie, die mir in die Quere kommt, wird schnell und schmerzhaft bemerken, dass die Menschen Ginadas sich nicht einschüchtern lassen.“ Lunete zog fragend die Augenbrauen hoch und spitze die Lippen. „Ist das jetzt klar?“

Mandorn hatte mit großen Augen und alarmierter Haltung zugehört und nun öffnete und schloss er den Mund mehrmals. Dann lachte er schallend, fing sich jedoch schnell wieder. „Na, Mädchen. Wenn alle Menschen nur halb so mutig und angsteinflößend sind wie du, werden die Ungeheuer dort draußen jaulend den Schwanz einziehen und in ihren magischen Wald zurück stolpern!“ Mit einer einladenden Geste machte er den Weg durch das Tor frei.

„Wie nett von dir“, meinte Lunete und nahm den Pfeil von der Sehne. Ohne den Torwächter noch eines Blickes zu würdigen, stolzierte sie an ihm vorbei. Knirschend öffnete sich das breite Tor vor ihr und schloss sich wieder mit einem dumpfen, endgültigen Poltern. Das hohe Gras wogte im Wind, der stärker wehte als sonst. Mit einem flauen Gefühl im Magen machte sie sich auf den Weg zum in der Ferne liegenden Waldrand, der sicherlich sogar mehr als einen Kilometer entfernt lag, aber dennoch bereits sehr deutlich und ungewöhnlich detailliert zu erkennen war. Auf ihrem Weg über das freie Feld fühlte Lunete sich mit der Zeit immer exponierter, angreifbarer. Zwar schien die Sonne scheinbar freundlich herab, doch erreichte ihre Wärme nicht Lunetes Herz. Das Licht wirkte eher grau und passte nicht zur Jahreszeit. Vielleicht bildete sie sich das aber auch nur ein. Der Wind zerrte mittlerweile fast mit wütender Vehemenz an ihren Haaren und ihrem Cape, sodass Lunete nicht anders konnte, als eine gewisse Feindseligkeit gegenüber dem zu verspüren, was sie nun nahe vor sich sah. Die Bäume flößten Lunete eine ungeahnte Angst ein, denn sie waren höher, als sie erwartet hatte, höher als jedes Haus in Ginada. Eine finstere und vor allem aus einer uralten Zeit stammende Bedrohung lag über den dicken Stämmen, die wie die erste Reihe einer Invasionsarmee ihre Stellung hielten, jedoch nur auf den Befehl warteten, langsam aber stetig und vor allem unerbittlich voran zu marschieren.

„Eine Jägersfrau“, tönte eine ungewohnt kehlige Stimme von irgendwo hoch oben. Erschrocken wich Lunete einige Schritte zurück und blinzelte nach oben in die Baumkronen. Auf einem der unteren Äste saß ein riesiger Uhu, der mit einem nachsichtigen Blick auf das Mädchen herabblickte. „Du bist nicht die erste heute“, fuhr der Uhu fort. Seine Krallen bewegten sich unruhig und hinterließen tiefe Furchen im Holz. „Ein alter Waidmann kam vor nicht allzu langer Zeit auch des Wegs und verschaffte sich Einlass. Er schien mir vertrauenswürdig zu sein. Ein offener Geist. Mal sehen...“ Der Uhu starrte Lunete für einige Augenblicke eindringlich an. Dann schüttelte er sich. „Naja, vielleicht wird das ja noch“, meinte er.

„Wer...wer bist du?“ fragte Lunete verdattert und wusste nicht, ob sie wach war oder träumte.

„Urth bin ich“, meinte der Uhu und breitete lautlos seine beeindruckenden Schwingen aus. Als keine weitere Erklärung folgte, fragte Lunete das erstbeste, was ihr in den Sinn kam. „Hast du...einen kleinen Waldkauz hier vorbeikommen sehen?“

Urth drehte den Kopf nach hinten. „Ja, in der Tat“, sprach er. „Ein flatternder, junger Waldkauz kam ganz aufgeregt des Wegs und plapperte etwas von einer Quelle.“

Lunete erstarrte. „Er...plapperte? Er hat geredet?“

Der Uhu richtete seine starren Augen wieder auf das Mädchen. „Ja“, sagte er schlicht. „Der kleine wirkte seltsam auf mich. Als ob er...einem Ruf gefolgt sei. Ohne zu wissen, warum überhaupt.“

„Teketeh...“, flüsterte Lunete und schüttelte dann den Kopf. „Ich verstehe nicht...warum...warum kannst du sprechen?“

Urth antwortete zuerst nicht. Dann sagte er: „Es nützt dir doch, nicht wahr?“

„Ja, schon“, begann Lunete, brach jedoch wieder ab.

„Wie dem auch sei“, sagte Urth. „Finde heraus, was du willst. Geh hinein, ich halte dich nicht auf!“

Lunete sah abwechselnd den sprechenden Uhu und die finsteren Ränge des Waldes an. Schließlich wagte sie einen Blick zurück auf die Stadt. Sie wirkte erschreckend klein von hier aus. Unerreichbar. Lunete legte die Hand auf ihr Jagdmesser, danach auf die Flakons an ihrem Brustgurt. Schließlich nahm sie den Bogen von der Schulter und legte einen Pfeil auf.

„Was glaubst du, was du dort drin findest?“ fragte Urth und drehte den Kopf in Richtung Wald.

„Ich weiß es nicht“, flüsterte Lunete. „Aber nichts Gutes, fürchte ich.“

„Aha“, meinte Urth und richtete die tellergroßen Augen wieder auf die Falknerin. „Naja. Wenn du das glaubst, wirst du sicher Recht behalten.“

Irritiert schaute Lunete den Uhu noch einmal an, doch gedanklich hatte sie den Schritt in den düsteren Wald bereits getan. Sie fasste sich ein Herz und betrat das Unterholz der Waldung, auf der Suche nach ihrem kleinen Freund Teketeh.

 

Die Haut schien hart wie Stahl zu sein, obschon sie in einem sanften Grünton schimmerte. Doch weder der rasch geworfene Speer, noch der Schlag mit der Heugabel hatte dem Untier etwas anhaben können. Sämtliche Farbe wich aus Gaweans Gesicht, als Bermand von einer riesigen Klaue gepackt und in die Luft gehoben wurde. Er schrie wie am Spieß, als sich die knorrigen Finger der Bestie in seine Seite bohrten. Zum Glück handelten die anderen Dorfbewohner geistesgegenwärtig. Sie versuchten nicht mehr, dem Gegner Verletzungen zuzufügen, sondern machten sich daran, ihn umzustoßen. Dies gelang auch nach einigen Anläufen mit Hacken und Stangen und den Speeren der Wächter, sodass Bermand sich bald aus dem nachlassenden Griff seines Peinigers befreien konnte.

„Weg hier!“ brüllte Romba mit sich überschlagender Stimme und das ließen sich die auf der Stelle tretenden Umstehenden nicht zweimal sagen. Gawean schloss sich mit einem letzten Blick auf das Waldmonster der Menge an und erst als das Tor Ginadas sich mit einem beruhigend endgültigen Krachen schloss, atmete er auf. Er ließ sich eine Weile von der Menge mitreißen, die zusammen mit den Wächtern vor Ginadas Toren gegen die Untiere des Waldes gekämpft hatten. Schließlich löste er sich von den anderen und stützte sich an einer Hauswand ab. Erst jetzt bemerkte er, dass sein Großvater offenbar nicht mehr an seiner Seite war.

„Großvater...?“ Wo war er hin? Die seltsame Katze war auch verschwunden. Gawean sah durch den feinen Regen zurück zum Tor, an dem sich bereits einige Wächter zu schaffen machten, darunter Mandorn der Riese. Er hievte dicke Stahlseile herbei und gemeinsam mit den anderen verbarrikadierte er das Tor, in Erwartung eines Ansturms der Biester von draußen. Gawean schauderte. Als ob ein geschickter Künstler seiner Phantasie freien Lauf gelassen hätte, spuckte der Wald unheilvolle Kreaturen aus, die an Bösartigkeit alles übertrafen, was Gawean jemals gesehen hatte. Knorrige, aus dem Holz alter Eichen geschnitzte Beine und mit fingerlangen Dornen versehene Klauen, dazu ein gähnender Schlund als Maul, mit einem wirren Geäst als Geweih – gab es für so etwas einen Namen? Ungläubig betrachtete Gawean jetzt einige dicke Nebelschwaden, die durch die Gasse waberte. Dann packte ihn plötzlich jemand an der Schulter. „Junge“, sagte eine kriegerisch aussehende Frau in Lederkluft, mit einem Dreispitz auf dem blonden Haar und einer schimmernden Laterne am Gürtel. „Du solltest dich in Richtung Marktplatz aufmachen. Hier am Tor ist es zu gefährlich für dich. Die Dämmerung naht und die Leute sind aufgebracht. Wer weiß, was geschehen wird...“ Sie zog ihr Schwert, in dessen eine Schneide scharfkantige Zähne geschmiedet waren. Ein Sägeschwert? Gawean schauderte wieder. Er nickte nur benommen und machte sich auf den Weg. Die Frau lag richtig: Mit unangenehmer Geschwindigkeit verabschiedete sich das Sonnenlicht und übergab der Dunkelheit die Herrschaft. Schon bald fand sich Gawean in den wirren Gassen des Handwerkerviertels wieder und sah kaum noch die Hand vor Augen. Wie konnte es sein, dass die Nacht so unversehens hereinbrach? Dieser Tag war an Unnatürlichkeit nicht zu übertreffen. Gawean seufzte. Er würde am Marktplatz nach dem Rechten sehen und dort vielleicht einige seiner Freunde treffen. Mal sehen, was sie an Informationen zusammentragen konnten. Plötzlich erschrak er bis ins Mark. Eine kleine Gestalt stand direkt vor ihm, in der Dunkelheit der Gasse, regungslos.

„Wer...wer ist da?“ rief Gawean und seine Stimme zitterte mehr, als ihm lieb war.

Ein Schluchzen wehte zu ihm herüber, doch der Schatten rührte sich immer noch nicht. Mit einem mulmigen Gefühl näherte Gawean sich mit quälend langsamen Schritten seinem Gegenüber. Ein Kind, dachte er. Schwer ausatmend ging er in die Hocke und brachte sein Gesicht auf die gleiche Höhe wie das des Kindes. „Was ist passiert?“ fragte er und versuchte, recht unbekümmert zu klingen.

„Der Wolf...“ sagte das Kind leise.

„Welcher Wolf?“ Alarmiert sah Gawean sich um. „Wo...?“

„Im Wald...“

„Was hattest du im Wald zu suchen?!“

„Der Wolf hat böse Augen“, flüsterte das Kind verängstigt. Ein kalter Schauder jagte Gawean über den Rücken. „Hat er dich verfolgt?“ fragte er und senkte seine Stimme unbewusst ebenfalls zu einem Flüstern.

„Nein“, antwortete das Kind. „Er hat mich nur aus einem Busch heraus angestarrt, mit leuchtend roten Augen. Und dann...dann sagte er seinen Namen...“

Unwillkürlich schluckte Gawean schwer und sah sich nervös um. „Der Wolf...hat gesprochen?“ fragte er nach.

„Ja“, wisperte das Kind. „Sein Name ist Volkodlak.“

Gawean schluckte wieder. „Geh nach Hause. Du solltest so spät am Abend ohnehin nicht mehr draußen sein, schon gar nicht jetzt. Was wolltest du denn im Wald?“

Das Kind schaute ihn verwundert an. „Ich wollte Munegrin suchen“, sagte es und seine Stimme gewann wieder an Festigkeit. „Den Zwerg. Er soll mich zur Hexe Keye bringen. Meine Freunde sind schon im Wald...“ Plötzlich sprang das Kind in die Luft. Mit einem Keuchen fuhr Gawean zurück und setzte sich auf den Hosenboden. „Was?!“

„Ich muss zu den anderen, sonst sind sie zuerst da!“ Wie der Blitz rannte das Kind los, fegte um die Ecke und verschwand. Fluchend setzte Gawean ihm nach, doch es war zu spät, bei dem Nebel war einfach nichts zu erkennen. Großvater. Er musste es seinem Großvater erzählen. Irgendeine fremde Macht lockte die Kinder der Stadt in den Wald!

 

Als er das Haus erreichte, hatte der Nebel sich verzogen, doch dafür zogen Schlieren von dichtem Regen auf und durchnässten ihn bis auf die Knochen. Der Wind trug ein vernehmbares Knacken und Ächzen von der nahen Waldung aus her und Gawean glaubte zu sehen, wie die Bäume sich in Sekundenschnelle ausdehnten und in die Höhe wuchsen. Ein einzelner Schrei tönte von irgendwo her, dann noch einer. Vielleicht sahen einige andere Leute auch die rasante Ausdehnung des Waldes und so langsam schien die Furcht um sich zu greifen. Die Haustür stand offen, was Gawean allerdings in seiner Aufregung und Eile kaum registrierte. Er ließ den düsteren Flur hinter sich und hastete die Treppe zum Arbeitszimmer hinauf.

„Großvater!“ rief er, während er fast gestolpert und der Länge nach hingeschlagen wäre. „Großvater! Bist du hier?!“

Keuchend stieß er die schwere Tür zum Arbeitszimmer seines Großvaters auf. Das Fenster klapperte im Wind. Das Zimmer war leer. Langsam beruhigte Gawean seine Atmung und ging zum wehenden Vorhang herüber. Er sah einzelne Lichter, die zwischen den Bäumen umhertanzten, als ob sie sich gegenseitig Nachrichten zukommen ließen und so ein ganzes Netzwerk durch den Wald spannten. Gawean wandte den Blick von dem Schauspiel ab und schaute sich im Zimmer um. Fortasans Jägermantel war verschwunden. Seine Flinte war auch weg, ebenso sein alter Jagdhut und sein Rucksack. Wahrscheinlich fehlte auch von der Jagdausrüstung jegliche Spur, dachte Gawean. Sein Großvater hatte sich ganz offensichtlich auf den Weg in die Waldung gemacht. Angst stieg in Gawean auf, gleichermaßen verursacht durch den Gedanken an seinen Großvater, der allein durch den gefährlichen Wald streifte und dem Entschluss, dem alten Mann folgen zu müssen.

bottom of page